Der Otter - Indianisches Horoskop
Mond der Rast und Reinigung
20. Januar bis 18. Februar
Jene Menschen, die während des 2. Mondes des Jahres, des Mondes der Rast und Reinigung geboren sind, haben den Otter als Totem im Tierreich, die Zitterpappel als Totem im Pflanzenreich und das Silber als Totem im Reich der Mineralien. Ihre Farbe ist Silber, und sie gehören dem Elementenklan der Schmetterlinge an. Das Geburtsdatum dieser Menschen befindet sich nach dem Medizinrad zwischen dem 20. Januar und dem 18. Februar.
Menschen dieses Totems werden wie ihr Mineral, das Silber, von allen, die sie kennen, hochgeschätzt. Silber scheint seit jeher eines der zwei begehrtesten Metalle zu sein, die man auf der Welt kennt. Silber wurde aufgrund seiner Geschmeidigkeit, seiner Schönheit und seines Glanzes seit frühester Zeit als eines der wertvollsten Mineralien betrachtet. Es gibt Berichte, aus denen zu ersehen ist, dass es schon in der frühen Inka-Periode wie auch in den Frühzeiten anderer Kulturen Silberminen gegeben hat. Dem Silber wurde jedoch vor Ankunft der Spanier auf dem amerikanischen Kontinent kein besonderer Wert zugeschrieben.
Silber wurde über Jahrhunderte hinweg als Maßstab materiellen Reichtums gewertet. Es ist einer der gebräuchlichsten Grundstoffe für Münzen, Schmuck und das Tafelgeschirr der Haushaltungen, die sich ein solches leisten konnten. Die alten Adelsgeschlechter ließen ihren Schmuck und Kronen aus Silber anfertigen. In der Kirche wurden die Kelche, die im Heiligen Abendmahl Verwendung fanden, aus diesem edlen Material geschmiedet, während die Reichen ihre Spiegel damit hinterlegen ließen.
Otter-Menschen sind wie ihr Mineral geschätzte und begehrte Zeitgenossen und geben gute Freunde und interessante Weggefährten ab. Sie sind wie das Silber sehr geschmeidig und können sich mit Leichtigkeit allen Situationen anpassen. Sie scheinen aufgrund ihrer Menschenliebe einen gewissen Glanz zu haben, der ihnen ungeachtet ihrer physischen Merkmale äußerliche Schönheit verleiht.
Der Farbe Silber werden vielerlei magische Eigenschaften zugeschrieben. Es heißt, dass es eine Silberkordel ist, die Seele und Körper zusammenhält. Manche Religionen glauben, dass sich über einem Firmament aus Gold eines aus Silber erstreckt und dass letzteres die höchsten Schwingungen der Liebe symbolisiert. Silber ist die Farbe, die mit Großmutter Mond in Verbindung gebracht wird, da uns der Mond vom nächtlichen Himmel silbern entgegenstrahlt. Aufgrund dieser Assoziation glaubt man, dass Silber in der Lage ist, die Kräfte des Mondes, die Kräfte der Wahrnehmung, der Intuition und des richtigen Gefühlsflusses zu verstärken.
Otter-Menschen sagt man nach, dass sie Anlagen zu bestimmten magischen Fähigkeiten in sich tragen. Sie sind für gewöhnlich sehr intuitive Menschen, die stets bemüht sind, hinter dem Augenscheinlichen das zu sehen, was sein könnte, wenn andere sich ihrem eigenen, höheren Wesen öffnen könnten. Wenn sie gelernt haben, ihre eigenen Energien richtig zu gebrauchen, sind sie in der Lage, reine spirituelle Kräfte durch sich fließen zu lassen.
Durch ihre Verbindung mit dem Mond besitzen Otter-Menschen die Fähigkeit zur tiefen Emotionalität, obgleich sie dies manchmal zu verbergen wissen. Sie empfinden tief und sind doch manchmal nicht in der Lage, anderen Menschen ihre innersten Gefühle zu offenbaren. Nicht, dass sie reserviert wären, sie ziehen es vielmehr vor, den Dingen an sich eine leichtere Note zu geben und andere nicht mit den Tiefen ihrer Emotionalität zu behelligen. Manche Otter-Menschen versuchen diesen emotionalen Tiefgang durch intellektuelle Diskussionen aufzufangen. Solche Menschen lieben es, sich in tiefen, eindringlichen, ja sogar hitzigen Diskussionen über jegliche Lebensanschauung zu verspinnen, die gerade im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. in solchen Diskussionen setzen sie den ganzen Umfang ihrer erhöhten Wahrnehmung und Intuition ein, den ihnen ihre Verbindung zum Mond gewährt, um andere von ihrer Denkweise zu überzeugen. Es ist äußerst schwierig, einem Otter-Menschen in einer solchen Diskussion zu widerstehen.
Otter-Menschen benutzen ihre emotionalen Tiefen, um eine große Vielzahl von Liebesbeziehungen anzustreben, was ihnen auch aufgrund der Intensität ihrer Gefühle und ihres anziehendes Wesens mit Leichtigkeit gelingt. So schwierig es ist, sich in einer Diskussion gegen einen Otter-Menschen zu behaupten, so schwierig ist es auch, ihm auf romantischer Ebene zu widerstehen.
Der Mond dieses Totems ist der Mond der Rast und Reinigung. Es ist der mittlere Mond von Waboose, der Zeit der Rast und Erneuerung. Dieser Mond folgt dem Mond der Erneuerung, wenn die Sonne wieder nach Norden wandert und der Erde und ihren Kindern noch eine weitere Phase der Ruhe gewährt, bevor die Jahreszeiten einsetzen, die alle Dinge wieder zum Wachstum anregen. Dieser Mond führt einen Zeitabschnitt herbei, in dem Menschen, die sich selbst beobachtet und erneuert haben, sich physisch, geistig und emotional reinigen können, um sich auf die kommenden Tage vorzubereiten, in denen der Rhythmus der entsprechenden Jahreszeit wenig Raum für Ruhe und Muße lässt.
Das Pflanzen-Totem der Otter-Menschen ist die Zitterpappel, die auch als Weißpappel oder amerikanische Espe bezeichnet wird. Zitterpappeln wachsen im gesamten Gebiet der USA und Kanada von Meereshöhe bis hin zur Baumgrenze. Ihre Rinde ist silbrigbraun, während ihre Blätter dunkelgrün mit einem silbernen Schimmer sind. Wenn eine sanfte Sommerbrise durch die Blätter der Pappel fährt, erinnert dies an das Klingeln winziger Glocken. Dieses leise Erzittern der Blätter ist es, was dieser Pappelart ihren Namen gegeben hat. Die Blüten der Pappel sind kleine Kätzchen, einzellige Kapseln, die eine Vielzahl von kleinen Samen haben, denen ein langes Büschel seidiger Härchen anhängt, was ihre Verteilung durch den Wind begünstigt. Die Blüten eines einzelnen Baumes sind eingeschlechtlich. Die Knospe des Baumes wird »Balsam des Gilead« genannt.
Nach Auskünften von indianischen Kräuterkundigen besaßen Blätter, Rinde und Knospen des Baumes ursprünglich medizinische Eigenschaften als anregendes und harntreibendes Mittel. Ein Tee aus Blättern und Rinde wird oft als bitteres Tonikum gegen Störungen der Leberfunktion und des Verdauungsapparates benutzt. Auch findet er häufig als Beruhigungsmittel für hysterische Erregungszustände und Schwächeanfälle Verwendung und wurde zur Bekämpfung von Heufieber eingesetzt. Amerikanische Indianer reinigten mit Hilfe der Zitterpappel ihren Körper während der Frühjahrs-Fast von den Giften, die sich im Laufe des Winters darin angesammelt hatten.
Äußerlich angewandt wird der Tee als Tonikum und Stärkungsmittel betrachtet, wenn er wöchentlich benutzt wird, und bei täglicher Benutzung zur Heilung von ernsthafteren Hauterkrankungen wie Ekzemen und Geschwüren sowie von Verbrennungen. Manche Stämme benutzten das Pulver, das sie von der Rinde kratzten, als Körperpuder und das, was sie aus dem Inneren der Rinde schürften, zur Behandlung von Grauem Star.
Ihr Pflanzen-Totem kann den Otter-Menschen helfen, die Botschaften, die ihnen auf eine sanfte und harmonische Weise zukommen, weiterzugeben, so wie es auch die Blätter des Baumes tun, wenn sie ihr Lied leise erklingen lassen. Es kann ihnen ebenso helfen zu erkennen, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich mit allen Winden zu neigen, sie durch sich hindurch oder über sich hinweg sausen zu lassen, ohne jemals daran zu zerbrechen. Otter-Menschen sind von Natur aus biegsam und können von ihrem Baum lernen, wie wichtig es ist, diese Eigenschaft beizubehalten, wenn ihre eigenen Energien weiterhin gut und offen fließen sollen.
Ein Tee aus Blättern und Rinde der Zitterpappel kann Otter-Menschen helfen, von der Intensität, die ihren Körper so manches Mal beherrscht, zu entspannen und ihre inneren Organe bei guter Gesundheit zu halten, damit diese nicht jenen Vergiftungserscheinungen zum Opfer fallen, die sich für gewöhnlich in den Füßen und Knöcheln dieser Menschen festsetzen. Wenn ihre Energien ungehindert fließen können, sind Otter-Menschen in der Regel von guter gesundheitlicher Verfassung, wenn sie diesen Energiefluss jedoch blockieren, besonders den Fluss der Emotionen, können sie an einer Vielzahl von körperlichen Verstimmungen erkranken: Heufieber, Asthma
und Bronchitis. Die Zitterpappel kann jedoch dazu beitragen,
diese Vielfalt von Unannehmlichkeiten zu verhindern.
Der Otter selbst wird von vielen Naturkundigen als eines der liebenswürdigsten und verspieltesten Tiere der Wildnis betrachtet. Es gibt in den USA zwei Otterarten: den Fluss- und den Seeotter.
Der Seeotter war zu Beginn dieses Jahrhunderts fast ausgestorben, da sein schönes und strapazierbares Fell so begehrt war, dass es Preise bis zu $2000 pro Fell erzielte, und er von Jägern aufgrund dessen fast ausgerottet wurde. Vor dieser Zeit war der Seeotter ein äußerst zutrauliches Tier, das gerne und ausgiebig am Meeresstrand umhertollte. Auf diese Weise boten sie den Jägern natürlich eine leichte Beute, die diese einfach mit Knüppeln totschlugen. Inzwischen verbringt der Seeotter, der in den USA nur noch vereinzelt an der Nordküste Kaliforniens zu finden ist, die meiste Zeit seines Lebens im Meer. Er isst, schläft, sonnt sich, spielt, gebärt und zieht seinen Nachwuchs fast ausschließlich im Wasser auf.
Diese Otterart hat ein glänzendes, dunkel-braunes Fell, das mit einzelnen silbernen Haaren durchwirkt und äußerst dicht und fein ist. Die ausgewachsenen Tiere haben ein hellbraunes Gesicht mit weißen Schnurrhaaren. Wie alle Otterarten haben auch sie Schwimmhäute zwischen den Zehen. Wie die Robbe fühlt sich auch der Seeotter im Wasser so gut wie zu Hause und hält sich gewöhnlich an felsigen Küstenstreifen auf, wo er in deren reichhaltig angeschwemmten Betten aus Seetang ruht, spielt und die Jungen gebären kann.
Otter werden zwischen 1 und 1,5 Meter lang und zwischen 35 bis 70 Pfund schwer, wobei Seeotter etwas größer werden als Flussotter. Die Otter gehören zur Familie der Marder, obgleich sie so rücksichtsvolle Tiere sind, dass manche Menschen diese Zuordnung als ungerechtfertigt empfinden. Der Flussotter hat ein schokoladenbraunes Fell mit hellgrauen Bauch- und Halspartien. Der Flussotter braucht ebenso wie sein Bruder der Meere das Wasser zum Leben. Man findet ihn in den meisten größeren Seen, Sümpfen und Flüssen der westlichen USA und in vielen anderen Ländern der Welt. Sie nisten sich meistens in den vergrößerten Schlupflöchern von Wasserratten oder anderen Löchern, die sich ihnen am Flussufer anbieten, ein. Zu ihrem Bau führen sowohl Gänge, die unter der Wasseroberfläche liegen, wie auch solche vom Land her. Manche Otter bauen sich Unterschlüpfe aus Rohr oder Binsen, die indianischen Wigwams gleichen.
Alle Otter besitzen aufgrund ihres schnellen Stoffwechsels einen geradezu unersättlichen Appetit. Sie ernähren sich von Fischen, Schalentieren, Insekten, Enten und Nagetieren. Sie sind in der Lage, den Panzer von Schalentieren mit Hilfe von Steinen zu öffnen, was sie als eine der wenigen Tierarten auszeichnet, die sich den Umgang mit Werkzeugen angeeignet haben. Otter besitzen ein reichhaltiges Vokabular, welches sich aus Schnattern, Schreien, Quietschen, einem schluckaufartigen Geräusch, Kichern und Zischen zusammensetzt. Manche ihrer Laute können über eine Entfernung von über eine Meile noch gehört werden.
Der Otter wird als einer der würdevollsten, neugierigsten und verspieltesten Vertreter der Wildtiere betrachtet. Wenn er nicht gerade mit Essen, Jagen oder Sonnenbaden beschäftigt ist, spielt er. Otter bauen sich am Flussufer Rutschbahnen, auf denen sie wie Kinder ins Wasser rutschen. Diese werden im Sommer aus Schlamm und im Winter aus Schnee gebaut.
Im Wasser schwimmen die Otter in Gruppen und bewegen sie wie Delphine. Sie spielen "follow the leader", wobei sie immer wieder aus dem Wasser auftauchen, um sofort wieder unterzutauchen, und es ist durchaus denkbar, dass spielende Otter der Ursprung vieler Legenden um Seeschlangen im Meer wie auch in Seen sind.
Indianische Völker haben die Kraft dieser Tiere erkannt und geachtet. In der Midewiwin oder großen Medizingesellschaft der Ojibwa werden die meisten Medizinbeutel aus der Haut eines Otters angefertigt. Diesen Beuteln wurden große Kräfte zugeschrieben.
Manche Naturwissenschaftler haben die Frage nach dem Grund der Andersartigkeit der Otter innerhalb der Marder-Familie mit der Vermutung beantwortet, dass die Ottern sich vielleicht verpflichtet gefühlt haben, das Ansehen der Marder durch ihr gutes Beispiel wiederherzustellen. Und in den Augen mancher Menschen haben sie dies sicherlich getan.
Otter führen ein gemütliches und aktives Familienleben, innerhalb dessen beide Elternteile an der Erziehung der Kinder beteiligt sind. Der Otter-Nachwuchs bleibt länger im Schoße der Familie, als dies bei den meisten anderen wildlebenden Tieren der Fall ist. Otter sind spielerische und stets um den anderen bemühte Partner. Wenn ein Otter stirbt, wird dessen Partner seinen Tod über Monate hinweg betrauern.
Da der Otter das Tier-Totem der Menschen ist, die im Zeichen des Mondes der Rast und Reinigung geboren sind, ist es leicht einsehbar, dass sie so begehrte Lebensgefährten sind. Sie sind wie ihr Totem klug, mutig, verspielt, hilfsbereit und sanftmütig. Sie besitzen einen großen Sprachschatz und können mit Worten und Philosophien so spielerisch umgehen wie mit anderen Dingen auch.
Menschen dieses Totems haben auch in einer anderen wesentlichen Hinsicht Ähnlichkeiten mit dem Otter: Sie scheinen es als ihre Aufgabe zu betrachten, anderen Menschen in den Augen der Welt zu einem guten Ansehen zu verhelfen. Sie sind visionär und humanitär veranlagt und verbringen häufig einen Großteil ihrer Zeit damit, ihren Mitmenschen hilfreich beizustehen. Sie genießen es sogar, anderen Menschen dienen zu können und von neuen Wegen zu träumen, auf denen sie ihre Hilfe anbieten können. Sie haben aufgrund ihres scharfsichtigen und intuitiven Wesens eine glückliche Hand bei der Suche nach Möglichkeiten, anderen Menschen zu helfen.
Wirft man einen näheren Blick auf karitative oder alternative Einrichtungen, so wird man feststellen, dass sie häufig gerade von Otter-Menschen ins Leben gerufen worden sind. Das Bedürfnis, anderen zu dienen und sich nützlich zu erweisen, ist einer der überragenden Wesenszüge der Otter-Menschen, und wenn sie keine Möglichkeit gefunden haben, dieses Bedürfnis auf größerer Ebene auszuleben, so doch zumindest im persönlichen Bereich.
Wenn man mit einem Otter-Menschen befreundet ist und einmal eines einfühlsamen Zuhörers, einer helfenden Hand, ja selbst einer finanziellen Leihgabe bedarf, wird dieser stets zur Stelle sein, um so viel zu geben, wie er nur zu geben vermag. Gleichzeitig sind sie jedoch auch praktisch veranlagte Menschen, die, wenn ihnen das erbetene Darlehen wenig sinnvoll erscheint, zunächst versuchen werden, dies deutlich zu machen. Gelingt ihnen dies jedoch nicht, werden sie selbstverständlich bereit sein, das Geld dennoch zur Verfügung zu stellen, obgleich sie von dem Erfolg der Sache nicht überzeugt sind. Sie werden geduldig darauf warten, bis man schließlich das höhere Wissen ihrer Intuition erkennt. Diese Menschen sind dank ihrer erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit häufig in der Lage, sich geistig an die Stelle anderer zu versetzen und zu jeder Zeit aufrichtig deren tiefste Gefühle nachzuempfinden.
Während Otter-Menschen für gewöhnlich weichherzige, liebevolle und sanftmütige Wesen sind, sind sie doch durchaus fähig, erstaunlich heftig zu reagieren, wenn sie das Gefühl haben, dass man einen Tritt braucht, um wieder auf den rechten Pfad zurückzufinden. Wenn ihre Energie nicht völlig blockiert ist, werden sie jedoch niemals aus purer Bosheit oder Schadenfreude um sich schlagen. Es kommt äußerst selten vor, dass man auf einen rachsüchtigen Otter-Menschen trifft. Sie sind jedoch furchtlos und sehr mutig und scheuen sich nicht davor, eine unliebsame Stellung vor ihren Freunden oder Arbeitskollegen einzunehmen, wenn sie der Überzeugung sind, dass diese Position richtig ist.
Sie besitzen verborgene, oft auch offen an den Tag tretende physische Fähigkeiten, die von ihren intuitiven Anlagen herrühren. Viele Otter-Menschen treffen mit Hilfe dieser Fähigkeiten ihre alltäglichen Entscheidungen und staunen anschließend selbst über ihre Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn sie sich nicht selbst die Zeit genommen haben, diese Fähigkeiten zu untersuchen und zu entwickeln, wissen sie oft nicht einmal, wo diese Kräfte herrühren. Auch die hellseherischen Fähigkeiten, die die meisten Otter-Menschen bis zu einem bestimmten Grad besitzen, auch wenn sie sich nur in der Tatsache ausdrücken, dass sie häufig kraftvolle und prophetische Träume haben, haben ihren Ursprung in diesen Kräften.
Die Hauptursache dafür, dass Otter-Menschen auf einen falschen Pfad geraten, liegt meistens darin, dass sie sich vor jenen Kräften, die in ihrem Innersten schlummern, ängstigen und versuchen, diese zu blockieren. Dies mag dann der Fall sein, wenn sie ihre intellektuellen Anlagen so stark entwickeln, dass sie den Zugang zu ihrer eigenen Intuition verlieren. Wenn dies geschieht, werden sie sehr unglückliche Menschen und fangen an, viele der positiven Eigenschaften, die sie für gewöhnlich besitzen, zu verlieren.
Gleichzeitig werden sie anfällig für Verdauungsstörungen. Wenn sie sich in einer Phase der inneren Blockierung befinden, müssen sie zumindest darauf achten, ihre Anpassungsfähigkeit nicht zu verlieren, da sie sonst Gefahr laufen, sich in ebenjenem Zustand zu verfangen, was den Fluss ihrer Kräfte zum Stillstand bringen würde. In einem solchen Fall fangen sie an, in den meisten Bereichen ihres Lebens falsche Entscheidungen zu treffen, und ihre Freunde und Familienangehörigen werden sich äußerst schwer tun, ihnen aus diesem Teufelskreis zu helfen, da Otter-Menschen aufgrund ihres für sie typischen Verlangens, alle Dinge problemlos zu gestalten, niemals die Wurzel ihrer eigenen Probleme eingestehen werden.
Ihre Zugehörigkeit zum Klan der Schmetterlinge erhöht die meisten positiven Eigenschaften der Otter-Menschen. Da ihr eigenes verträumtes Wesen manchmal ohnehin schon von den umherschwirrenden Geistern der Lüfte beeinflusst wird, müssen Otter-Menschen darauf achten, dass sie ihren Sinn für Realität entwickeln, um sich nicht mit zu vielen Träumen herumschlagen zu müssen, von denen keiner Wirklichkeit wird.
Diese Menschen geben wie ihr Totem gute, warmherzige, sanfte und fürsorgliche Eltern ab. Sie widmen ihren Kindern gerade so viel Aufmerksamkeit, wie diese brauchen, um sich sicher und geborgen zu fühlen, und achten gleichzeitig darauf, genügend eigenen Freiraum zu bewahren. Sie besitzen das Einfühlungs- und Wahrnehmungsvermögen, um stets zu erkennen, was ihre Kinder brauchen und wann diese Bedürfnisse echt sind. In der Regel sind sie auch in der Lage, loszulassen, wenn ihre Kinder älter werden, und ihnen den nötigen Freiraum zu gewähren, den sie brauchen, um selbständige Menschen zu werden. Sie müssen jedoch darauf achten, ihren Kindern nicht die eigenen Träume aufzubürden, wozu sie besonders dann neigen, wenn sie sich in einer Phase der emotionalen Blockierung befinden.
Als Kinder scheinen Otter-Menschen oftmals in Gedanken an fernen Orten zu verweilen, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass ihre intuitive Kraft ihnen erlaubt, sich an Plätze zu erinnern, an denen sie sich in einem anderen Leben aufgehalten haben. Es bedarf manchmal jahrelanger Erfahrungen, bis Otter-Menschen jene praktische Veranlagung und Anpassungsfähigkeit gewinnen, die ihr späteres Leben bestimmen. Während dieser Entwicklungsphase ist es notwendig, sie gegen jedmöglichen Schaden zu schützen, da sie manchmal so geistesabwesend sind, dass sie mögliche Gefahren nicht wahrnehmen. Es vergehen viele Jahre, bis Otter-Menschen beherzt und angstfrei ihren Weg gehen können. In dieser Beziehung gleichen sie wiederum den kleinen Fluss-Ottern, die sich so lange vor dem Schwimmen ängstigen, bis ihre Eltern sie durch einen kühnen Stoß dazu überlisten. Haben sich Otter-Menschen einmal in den Fluss des Lebens eingefunden, verschwinden all jene Probleme, mit denen sie sich in ihrer Kindheit herumgeschlagen haben, wie von selbst.
Wenn der Mensch das Medizinrad umwandert und an dieser Position anlangt, wird er die Möglichkeit haben, jene erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit und Intuition in seiner eigenen Wesenheit zu entdecken und zu entwickeln. Oftmals wird er dabei bislang unberührte Quellen der Sanftmut und der aufrichtigen Anteilnahme für seine Mitmenschen stoßen. In Zeiträumen, in denen der Mensch im Zeichen des Otter-Menschen steht, ist er in der Lage, Pläne zu schmieden, wie man der Erdmutter und ihren Kindern besser dienen kann.
Während Otter-Menschen mit nahezu jedermann harmonieren können, ergänzen sie sich besonders mit Angehörigen des Stör-Totems. Am leichtesten werden sie Freundschaft mit Hirsch- und Raben-Menschen schließen, da diese ebenfalls wie sie dem Klan der Schmetterlinge angehören, sowie mit den Vertretern des Donnervogelklans, den Habicht- und Wapiti-Menschen.
Hier geht's zum
Habicht - 21. März bis 19. April 